Geschichte und Mythos

Die Antike

Schon Plinius der Ältere erwähnte in seiner Schrift Naturalis Historia die Trüffel. Im ersten Jahrhundert n. Chr. verbreitete der griechische Philosoph Plutarch aus Chaeronea die Idee, dieser wertvolle Pilz sei unter der kombinierten Wirkung von Wasser, Wärme und Blitze entstanden. 

Diese Geschichte inspirierte verschiedene Dichter, wie etwa Juvenal, der erzählte, die Trüffel entstand durch einen Blitz, den Jupiter in die Nähe einer Eiche schleuderte (Die Eiche galt als göttliches Heiligtum). Da Jupiter außerdem für seine erstaunliche sexuelle Aktiviät bekannt war, wurden der Trüffel zugleich aphrodisierende Qualitäten zugeschrieben.

Das Mittelalter Und Die Renaissance

Die Trüffel blieb auch in der Folge eine sehr beliebte Speise vor allem hochgestellter Gesellschaftsschichten. Wissenschaftler aus jener Zeit waren der Meinung, dass das Aroma der Trüffel eine besonders ekstatische Wirkung auf den Menschen ausübe.

Die Trüffel Von Piemont Alba

Im 18. Jahrhundert wurde die Trüffel aus Piemont an den europäischen Höfen als eine der köstlichsten Speisen betrachtet. Gioacchino Rossini, Musiker und einer der größten Liebhaber der Trüffel, definierte sie als Mozart der Pilze. 

Obwohl die weiße Trüffel aus dem Piemont seit jeher als wertvoll galt, wurde sie erst im 20. Jahrhundert als Alba-Trüffel weltbekannt. Ausschlaggebend waren die Bemühungen von Giacomo Morra, eines Hoteliers und Gastwirtes aus Alba, der darauf hin von der Londoner Zeitschrift The Times 1993 zum König der Trüffel ernannt wurde.