Istriens Olivensorten

Unsere einheimischen Ölsorten, die von einem kühleren Klima profitieren können, sind viel aromatischer und gesünder (sie haben einen ausgewogeneren Anteil an Fettsäuren) als die Ölsorten aus südlicheren Gebieten in Europa oder Afrika. Gerade wegen des hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren, der Oleinsäure, und großen Mengen an Antioxydanten - Polyphenolen - ist Olivenöl eine nachweislich gute Voraussetzung für eine gesunde Lebensweise. Zahlreiche in den letzten Jahren durchgeführte Untersuchungen haben immer wieder bestätigt, dass die mediterrane Ernährungsweise, d.h. die Zubereitung von Speisen mit viel Olivenöl, die gesündeste ist.

Man nimmt an, dass der älteste Olivenbaum Istriens auf der Insel Brijuni steht. Wissenschaftliche Test sprechen ihm ein Alter von 1600 Jahren zu. Daneben liegen uns zahlreiche Aufzeichnungen aus der Antike vor, die von berühmten griechischen und römischen Schriftstellern verfasst wurden, die die Qualität und Kostbarkeit des istrischen Olivenöls preisen. Doch ist über die verschiedenen Olivensorten und über Dichte und Art der Bepflanzungen aus der damaligen Zeit wenig bekannt.

Die Besonderheit beim Olivenanbau auf der istrischen Halbinsel liegt darin, dass sich dank einer über zweitausendjährigen Tradition und dem außergewöhnlichen Fleiß der Menschen in diesem Raum einige bodenständige istrische Olivensorten entwickelt haben.

In diesem Katalog werden 23 verschiedene Olivenarten beschrieben, von denen elf einheimische und zwölf ausländische Sorten sind. Eine darauf folgende Zusammenstellung wichtiger Daten ist als nützliche Hilfe für den Olivenzüchter gedacht.

Quelle: MIH d.o.o. Poreč, www.mih.hr