Gewählte istrische Weine

LEIDENSCHAFT, STIL, EINGABE ...

„Die Geschichte des Weines beginnt im Weinberg“ lautet ein Sprichwort, dessen Wahrheitsgehalt wohl unangefochten ist. Die neuzeitliche Weingeschichte Istriens begann Anfang der 90er Jahre als Idee einiger weniger Weinliebhaber und Jungwinzer, die der jahrzehntelangen sozialistischen Einheitsproduktion müde waren. Damals hieß es, die Istrier seien zwar gute Weinbauern aber schlechte Weinbereiter. Die Produktionsmethoden waren veraltet und so mancher innovativer Winzersohn musste viel Überzeugungsarbeit leisten, um die Altvorderen für technische Neuerungen zu erwärmen und ein Umdenken zu bewirken. Einige wagten sich gar auf bisher unbetretenes Neuland und warfen sich voller Enthusiasmus in das spannende Abenteuer Weinbereitung. In jedem Fall wurde die damalige Krise genutzt, so konnten ehrgeizige Winzer in den vergangenen zehn Jahren dank mutiger Innovationen frischen Wind in die Welt des Weines bringen. Weinstraßen sind in Istrien mittlerweile ebenso alltäglich, wie Qualitätsweine, die man in den etwa hundert Weinkellern der Halbinsel verkosten kann. In diesem Büchlein möchten wir einige dieser Winzer vorstellen. Ihnen ist zu verdanken, dass die Gegenwart und Zukunft istrischer Weine heute viel rosiger dasteht, als vor noch gar nicht allzu langer Zeit. Es handelt sich um feinfühlige Jongleure zwischen Winzertradition und Innovation, die sich ganz den traditionellen autochthonen Weinsorten Istriens, wie Malvasier, Momjaner Muskateller und Teran, verschrieben haben und deren Erzeugnisse wirklich etwas Besonderes sind. So erhält man aus diesen woanders eher unbekannten Rebsorten wahre Raritäten, die man weltweit genießen kann.