Istriche Gastronomie

Istrische Küche heute

Heute werden viele Gerichte, die aus der Not entstanden sind, wiederentdeckt. So behauptet man jetzt von der Art wie sich die Fischer und Landarbeiter damals ernährten, dass sie den Grundsätzen modernster Ernährungsmethoden entspräche. Eine Ernährung mit viel Fisch (vorwiegend Speisefisch) und gekochten Speisen gewinnt nun die Oberhand über gebratene Speisen. Viel Obst und Gemüse, Wildgräser, Olivenöl sowie ein mäßiger Weinkonsum - hauptsächlich Rotwein - sind die grundlegenden Merkmale der mediterranen Küche und damit der mediterranen Lebensweise, die zur Zeit voll im Trend ist.

Nachdem man sich in Istrien vom Konzept des sogenannten Massentourismus verabschiedet hatte, wurde 1995 auf Initiative des Fremdenverkehrsverbandes der Region Istrien ein neues Fremdenverkehrsangebot entworfen. Ein Bestandteil davon ist eine attraktivere Gastronomie. Dazu wurden und werden zahlreiche gastronomische Veranstaltungen organisiert, die alle zum besseren Verständnis lokaler Speisen beitragen sollen. An solchen Tagen werden die verschiedenen istrischen Produkte, wie Trüffel, Pilze, Käse, Honig, Würste, Carré vom Schwein, Schnecken, Sardellen, Spargeln, Maronen u.a. vorgestellt. Viele einheimische Gaststätten wurden neu eröffnet, in denen die Gerichte auf traditionelle Weise, d.h. auf dem offenen Holzfeuer und unter der Tonglocke zubereitet werden. Es gibt immer mehr ausgezeichnete Restaurants die Spezialmenüs mit erlesenen Speisen bieten.

Seit 1996 erscheint regelmäßig der Gastro-Führer Istriens mit dem Verzeichnis der besten Restaurants und Gaststätten der Halbinsel, deren Angebot von einer unabhängigen Jury beurteilt wurde. Die Tatsache, dass der istrische Rohschinken als autochthones Produkt geschützt wurde, hat viel zum Antrieb der istrischen Gastronomie beigetragen. Aber auch die Beliebtheit anderer istrischer Symbole, wie den weißen Trüffeln (Tuber Magnatum Pico), denScampi aus der Kvarner Bucht, Käse, Honig und Olivenöl hat dabei mitgewirkt.

Quelle: die istrische Enzyklopädie, Franko Lukež